über folgenden Vorschlag möchte Jonathan euch auf unserem Blog einladen:
DHW Break-JurorInnen direkt wählen
Placet Experiri
Dieser Artikel soll eine Idee vorstellen, die ich gemeinsam mit der Chefjury (Pauline Leopold und Clemens Lechner) und dem Tabmaster (Severin Weingarten) auf der Mitteldeutschen Meisterschaft in Jena ausprobieren will. Der Artikel hat das Ziel, eine konstruktive Diskussion darüber anzustoßen, um mögliche systematische Fehler besser zu erkennen. Es geht darum, dass wir auf der MDM den JurorInnenbreak nicht mehr durch die Setzung der Chefjury, sondern durch die Wahl der TeilnehmerInnen bestimmen wollen.
Ich habe relativ viel gedankliche Arbeit in den Modus investiert. Dennoch gibt es sicherlich noch Probleme, die bisher übersehen wurden. Wir, Chefjury und Ausrichter, wollen natürlich für die Mitteldeutsche Meisterschaft 2012 in Jena nicht nur aus Fehlern klug werden, sondern viele Fehlerquellen schon im Vorhinein ausschalten. Deswegen würde ich mich sehr über konstruktive Diskussion zu folgendem Vorschlag freuen:
JedeR HauptjurorIn erhält von jedeR RednerIn in ihrem bzw. seinem Raum nach der Debatte eine (geheime) Benotung in den beiden Kategorien Rechtfertigungsfeedback und Verbesserungsfeedback, die vom Tabmaster bzw. vom Ausrichter entgegengenommen werden. Die Differenzierung in die beiden Kategorien verhindert reines „Nettigkeitsfeedback”, das aber nicht konstruktiv ist.
Um eine möglichst valide Bewertung zu erhalten, sollen die Noten aufgeschlüsselt werden. Zum Beispiel wie folgt:
Rechtfertigungsfeedback
1 - Die Entscheidung ist sehr gut erklärt. Das Feedback hat alle Teams nachvollziehbar voneinander abgegrenzt. Selbst wenn ich vorher anderer Auffassung über die Rangfolge war, haben mich die vorgestellten Argumente für die von der Jury getroffene Entscheidung überzeugt.
2 - Die Entscheidung ist gut erklärt. Das Feedback ist auf die Abgrenzung aller Teams gegeinander eingegangen. Auch wenn ich nach dem Feedback immernoch in Detailfragen anderer Meinung bin, kann ich die Gewichtung der Jury nachvollziehen.
3 - Die Entscheidung ist schlecht erklärt. Die im Feedback genannten Beobachtungen der Jury sind zutreffend und im Wesentlichen vollständig, aber falsch gewichtet. Diese Gewichtung ist nicht erklärt worden. Ich sehe mindestens ein Team an einer ganz anderen Stelle (2 Ränge Abstand).
4 - Die Entscheidung ist falsch. Die im Feedback genannten Beobachtungen der Jury sind falsch oder grob unvollständig. Die Jury hat etwas Wichtiges übersehen. Ich sehe mindestens ein Team an einer ganz anderen Stelle (2 Ränge Abstand).
Verbesserungsfeedback
1 - Das Feedback hat konkrete Fehler von mir in der Debatte benannt und mir dazu verallgemeinerte Ratschläge gegeben. Bei den kritisierten Fehlentscheidungen hat mir das Feedback eine Alternative aufgezeigt. Das Feedback hat mir Tipps gegeben, wie ich mit einer persönlichen Schwäche gut umgehen kann. Ich kann diese Kritik in der nächsten Debatte anwenden. Das Feedback hat mich motiviert.
2 - Das Feedback hat konkrete Fehler von mir in der Debatte benannt und hat mir Alternativen aufgezeigt. Ich weiß aber kaum, wie ich die Kritik in die nächste Debatte übertrage.
3 - Das Feedback hat mir zu den benannten Fehlern keine Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das Feedback hat mich nicht motiviert.
4 - Das Feedback hat mir nichts gesagt, was mich weiterbringt. Ich fühle mich durch das Feedback persönlich angegriffen. Das Feedback hat mich demotiviert.
Gegen diesen Modus kann eingewandt werden, dass die NebenjurorInnen keine Chance auf einen Break hätten. Das stimmt. Allerdings ist dieser Modus damit nicht schlechter als der Status Quo: Wenn die Chefjury heute eine Jurorin oder einen Juror für möglicherweise breakfähig hält, setzt sie sie bzw. ihn als HauptjurorIn in einer Vorrunde und einE ChefjurorIn als NebenjurorIn dazu, um ihre Hypothese zu überprüfen. Die Chefjury hat damit sowohl heute als auch im neuen Modus einen gewissen Gestaltungsspielraum im Vorfeld der Entscheidung über den Break. Außerdem lässt sich darüber nachdenken, ob nicht jedeR JurorIn mindestens einmal als HauptjurorIn gesetzt werden sollte.
Warum soll überhaupt gewählt werden?
Beim JurorInnenbreak in seiner heutigen Ausgestaltung gibt es ein strukturelles Problem, das aus einer Selbstbezüglichkeit des Verfahrens resultiert. Die Selbstbezüglichkeit entsteht, wenn ChefjurorInnen die Feedbackbögen interpretieren müssen, die sie selbst betreffen. Nur unter der Prämisse, dass ChefjurorInnen niemals Fehler machen, ist das jetzige Verfahren gut. Diese Prämisse ist unrealistisch – Irren ist menschlich. Die Chefjury ist durch das JurorInnenfeedback nur formal, aber nicht wirksam kritisierbar. Das selbstbezügliche Verfahren errichtet eine Kapsel, die der Chefjury den Zugang zur produktiven Wirkung der Kritik vorenthält.
Das hat nicht nur Nachteile für die ChefjurorInnen, sondern in erster Linie auch für die Jurierqualität des Turniers. Denn es bedeutet, dass mit der Wahl der Chefjury jemand bestimmt wird, der unabhängig von der eigenen Jurierleistung auf dem Turnier breakt. Mit dieser Unabhängigkeit geht ein wichtiger Anreiz verloren, gut zu jurieren. Dieses Problem wird auch nicht durch die Tatsache ausgeräumt, dass die Chefjury ohnehin sehr gut ist. Sie müsste perfekt sein, damit das Verfahren gerechtfertigt ist. Auch in der Chefjury sitzen Menschen, sodass es ein positives Restrisiko gibt, dass auch ChefjurorInnen Fehler machen.
Die JurorInnen haben bei BPS keine Möglichkeit, sich mit Nettigkeitspunkten bei den RednerInnen beliebt zu machen, weil diese die Punkte nicht erfahren. Das wird dazu führen, dass die JurorInnen besonders auch auf die Jurier- und Feedback-Interessen der VerliererInnen eingehen werden, damit sie auch von diesen gewählt werden. Das kann durch konstruktive Kritik und durch genaue Jurierung geschehen – zwei Dinge, die begrüßenswert sind und die eine gute Jurierung ausmachen. Deswegen halte ich die JurorInnenwahl für ein geeignetes Mittel, die Jurierung zu optimieren. Ich freue mich deshalb schon über Eure Verbesserungsvorschläge!
Jonathan Scholbach
Wednesday, February 15, 2012
Monday, January 16, 2012
Neujahrsturnier: Die Gästeliste
Diese Teams haben nach aktuellem Stand zugesagt und werden sich am Freitag in Berlin messen:
BERLIN
- Niels Schröter und Hauke Blume
- Jonas Werner und Farid Schwuchow
- Kai Dittmann und Matthias Winkelmann
- Georg Sommerfeld und Johannes Häger
- Filip Bubenheimer und Dessislava Kirova
- Tanja Hille und Felix Beierle
GÖTTINGEN
- David Lamouroux und Gabor Stefan
HAMBURG
- Julian Ohm und Benedikt Nufer
- Melanie Röpke und Silke Hölscher
HEIDELBERG
- Jenny Holm und Daniel Sommer
JENA
- Clemens Lechner und Severin Weingarten
- Jonathan Scholbach und Friederike Meyer zu Wendischhoff
MAINZ
- Robert Lehmann und Nicolas Eberle
- Marietta Gädeke und Marcus Ewald
MÜNSTER
- Manuel Adams und Julian Schneider
POTSDAM
- Moritz Kirchner und Mathias Hamann
- Jana Bachmann und Sebastian Hahn
STUTTGART
- Sven-Moritz Hein und Andreas Lazar
MIXED
- Willy Witthaut und Irene Adamski
- Marion Seiche und Daniil Pakhomenko
- Sina Strupp und Torsten Rössing
JUROREN
- Andrea Gau (Mainz), CA
- Annette Kirste (Berlin)
- Bastian Laubner (Berlin)
- Bernd Hoefer (Kiel)
- Isabelle Fischer (Bonn)
- Lukas Haffert (Köln)
- Mario Dießner (Potsdam)
- Michael Saliba (Stuttgart), CA
- Miriam Hauft (Magdeburg)
- Patrick Ehmann (Berlin), CA
- Tom-Michael Hesse (Leipzig)
- Wiebke Nadler (Leipzig)
BERLIN
- Niels Schröter und Hauke Blume
- Jonas Werner und Farid Schwuchow
- Kai Dittmann und Matthias Winkelmann
- Georg Sommerfeld und Johannes Häger
- Filip Bubenheimer und Dessislava Kirova
- Tanja Hille und Felix Beierle
GÖTTINGEN
- David Lamouroux und Gabor Stefan
HAMBURG
- Julian Ohm und Benedikt Nufer
- Melanie Röpke und Silke Hölscher
HEIDELBERG
- Jenny Holm und Daniel Sommer
JENA
- Clemens Lechner und Severin Weingarten
- Jonathan Scholbach und Friederike Meyer zu Wendischhoff
MAINZ
- Robert Lehmann und Nicolas Eberle
- Marietta Gädeke und Marcus Ewald
MÜNSTER
- Manuel Adams und Julian Schneider
POTSDAM
- Moritz Kirchner und Mathias Hamann
- Jana Bachmann und Sebastian Hahn
STUTTGART
- Sven-Moritz Hein und Andreas Lazar
MIXED
- Willy Witthaut und Irene Adamski
- Marion Seiche und Daniil Pakhomenko
- Sina Strupp und Torsten Rössing
JUROREN
- Andrea Gau (Mainz), CA
- Annette Kirste (Berlin)
- Bastian Laubner (Berlin)
- Bernd Hoefer (Kiel)
- Isabelle Fischer (Bonn)
- Lukas Haffert (Köln)
- Mario Dießner (Potsdam)
- Michael Saliba (Stuttgart), CA
- Miriam Hauft (Magdeburg)
- Patrick Ehmann (Berlin), CA
- Tom-Michael Hesse (Leipzig)
- Wiebke Nadler (Leipzig)
Saturday, July 16, 2011
Berlin Humboldt IV 2011
Tab: http://goo.gl/9eQKx
Photos: http://goo.gl/KWKYR
Article (in German): http://goo.gl/5IWSt
2. Debattierclub Johannes Gutenberg, Mainz (Marcus Ewald and Marietta Gädeke)
3. University of London Union (ULU) A (Samantha Neville and David Jones)
4. Utrecht Debating Society (UDS) A (Lucien de Bruin and Tomas Beerthuis)
5. University of London Union (ULU) B (Lucas Issacharoff and Siodhbhra Parkin)
6. Leiden Debating Union (Rogier Baart and Suus Kingma)
7. University of London Union (ULU) C (Carlo Cabrera and Micha Beekman)
8. Debattierclub Johannes Gutenberg, Mainz (Andrea Gau and Daniil Pakhomenko)
Winners: Becky West and Gearoid Wrixon from UCC Law!
Photos: http://goo.gl/KWKYR
Article (in German): http://goo.gl/5IWSt
Break to semis:
2. Debattierclub Johannes Gutenberg, Mainz (Marcus Ewald and Marietta Gädeke)
3. University of London Union (ULU) A (Samantha Neville and David Jones)
4. Utrecht Debating Society (UDS) A (Lucien de Bruin and Tomas Beerthuis)
5. University of London Union (ULU) B (Lucas Issacharoff and Siodhbhra Parkin)
6. Leiden Debating Union (Rogier Baart and Suus Kingma)
7. University of London Union (ULU) C (Carlo Cabrera and Micha Beekman)
8. Debattierclub Johannes Gutenberg, Mainz (Andrea Gau and Daniil Pakhomenko)
(finalists are in bold)
Winners: Becky West and Gearoid Wrixon from UCC Law!
Saturday, July 9, 2011
Berlin IV 2011 Break
The teams breaking to semis are...
17 points:
1. UCC Law B (Cork; West/Wrixon)
14 points:
2. Mainz (Ewald/Gädeke)
13 points:
3. ULU A (London; Neville/Jones)
4. UDS A (Utrecht; de Bruin/Beerthuis)
12 points:
5. ULU B (London; Issacharoff/Parkin)
6. Leiden (Baart/Kingma)
7. ULU C (London; Cabrera/Beekman)
8. Mainz (Gau/Pakhomenko)
17 points:
1. UCC Law B (Cork; West/Wrixon)
14 points:
2. Mainz (Ewald/Gädeke)
13 points:
3. ULU A (London; Neville/Jones)
4. UDS A (Utrecht; de Bruin/Beerthuis)
12 points:
5. ULU B (London; Issacharoff/Parkin)
6. Leiden (Baart/Kingma)
7. ULU C (London; Cabrera/Beekman)
8. Mainz (Gau/Pakhomenko)
Monday, March 14, 2011
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Wednesday, January 5, 2011
Berlin Punk: The Guest List
On January 8th-9th, 2011, BDU will host its Punk Tournament once more. These are the debating societies honouring us with their participation:
5 teams: Halle
4 teams: Magdeburg, Marburg, Münster
3 teams: Eichstätt, Jena
2 teams: Streitkultur Berlin, Frankfurt, Greifswald, Karlsruhe, München, Potsdam
1 team: Bremen, Hannover, Ilmenau, Paderborn
...plus two composite teams and, of course, quite a few BDU teams.
Monday, January 3, 2011
Berlin Invitational: The Guest List
On January 7th, 2011, BDU will host its Invitational for the second time. These are the twenty teams that accepted the invitation extended by BDU's board:
HDU/Münster: Manuel Adams und Julian Schneider
Greifswald: Sarah Jaglitz und Rafael Heinisch
Jena: Moritz Niehaus und Clemens Lechner
Berlin/Magdeburg: Jonas Werner und Jan-Dirk Capelle
Frankfurt: Willy Witthaut und Marion Seiche
München: Marco Witzmann und Valerio Morelli
Halle: Simeon Reusch und Thomas Wach
Leipzig: Teresa Peters und Tom-Michael Hesse
Berlin: Dessislava Kirova und Filip Bubenheimer
Jena: Friederike Meyer zu Wendischhoff und Jonathan Scholbach
Potsdam: Jana Bachmann und Sebastian Hahn
München: Almut Gräbsch und Lukas Windhager
St. Gallen: Lukas Haffert und Christian Funk
Potsdam: Florian Umscheid und Moritz Kirchner
Tübingen: Philipp Stiel und Christoph Krakowiak
Mainz: Andrea Gau und Juliane Mendelsohn
Berlin/Jena: Hauke Blume und Severin Weingarten
Berlin: Niels Schröter und Matthias Winkelmann
Berlin: Annette Kirste und Julian Ohm
Berlin: Johannes Häger und Georg Sommerfeld
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